08.02.2012 14:29
Immer dreister werden die Maschen von Adressverlagen und Internetverzeichnissen, um Gewerbetreibende mit unseriösen Verträgen abzuzocken.
Hersfeld-Rotenburg Ein Innungsbetrieb hat uns kürzlich darüber informiert, dass ein Onlineverzeichnis in unserem Kreis sein Unwesen treibt. Mit einem Anruf gibt das Unternehmen mit Hauptsitz in Spanien vor, „Hauptansprechpartner“ für eine Listung bei „google“ zu sein. Bei dem Telefongespräch wird sich auf einen bestehenden und bisher kostenlosen Vertrag mit dem Angerufenen bezogen, der nun kostenpflichtig werde. Nach der Bitte um Zusendung des Vertrages beim Anrufer, wird dies mit der Begründung des hohen Arbeitsaufwandes abgelehnt, da es natürlich in den meisten Fällen gar keinen Vertrag gibt. Es kann zudem auch mehrere Anrufe dieses Anbieters geben, die teilweise mitgeschnitten werden. Man sollte sich deshalb nicht zu Aussagen drängen lassen und möglichst nicht mit „ja“ antworten, da möglicherweise versucht wird, die Telefonmitschnitte gegen den Angerufenen zu verwenden.
Ob per Telefon, E-Mail, Fax oder Brief, es gibt eine Vielzahl von Abzocker-Methoden in diesem Bereich. Man sollte deshalb Anschreiben und Rechnungen genau prüfen, bevor diese unterschrieben oder bezahlt werden. Die Mitteilungen haben teilweise Behördencharakter und es können Fristen mit Strafandrohungen gesetzt sein. Trotzdem sollte man sich davon nicht beirren lassen und die Anschreiben genau prüfen. Denn schnell können unbeabsichtigt langfristige Verträge mit hohen Kosten geschlossen werden, aus denen man nur schwer oder gar nicht mehr heraus kommt.
Bei Hinweisen und Fragen stehen die Mitarbeiter der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg unter der Rufnummer 06621-92890 gern zur Verfügung.